Zerkleinerung der Deckfrüchte und Gründüngung

Februar 19, 2024

Deckfrüchte sind ein wichtiger Aspekt der konservierenden Landwirtschaft und werden in den jüngsten europäischen Verordnungen zum Thema Landwirtschaft und Bodenbearbeitung behandelt. Sie zielen darauf ab, die Qualität des Bodens durch weniger Bearbeitungsschritte, eine abgestimmte Fruchtfolge sowie die Abdeckung mit Ernterückständen und Deckfrüchten zu verbessern. Je nach Zweck und gewünschten Vorteilen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich hinsichtlich Aussaat, Zerkleinerung, Handhabung von Pflanzenresten und dem Einarbeiten in den Boden unterscheiden.

Warum muss die Deckfrucht gestoppt werden?

Durch den Anbau von Deckfrüchten wird der Boden geschützt und für die nächste Nutzsaat vorbereitet. Dabei ist es aber wichtig, die Deckfrucht zu einem passenden Zeitpunkt zu zerkleinern, abzumulchen bzw. in den Boden einzuarbeiten, um die positiven Wirkungen für die Nachfrucht nicht zu vereiteln. Hinzukommt, dass neben den mikroklimatischen Bedingungen auch die angewandte Methode, den Zersetzungsprozess und die Umwandlung der Frucht in Nährstoffe beeinflussen kann.

Zwei mögliche Methoden

Es stehen zwei Optionen zur Auswahl:

  1. Wirkung durch Frost, die „frostempfindliche“ Deckfrüchte (wie Senf oder Klee) bei niedrigen Temperaturen abfrieren lässt. Bei dieser Option ist es wichtig, die Deckfrucht sorgsam zu wählen, da nicht alle Arten gleich auf die niedrigen Temperaturen reagieren. Außerdem sollte sich die Deckfrucht in einem fortgeschrittenen und empfindlicheren Entwicklungsstadium befinden, was bei der Wahl des Aussaat-Zeitraums zu berücksichtigen ist. Es gilt dabei abzuwägen, ob eine direkte Aussaat oder eine Kombination mit anderen Bearbeitungen vorzuziehen ist.
  2. Mechanisches Zerkleinern durch den Einsatz von Landmaschinen, beispielsweise Bodenfräsen oder Mulcher. Diese Option reduziert den Bedarf an chemischen Herbiziden oder macht sie überflüssig und eignet sich daher für Biobauern. Durch den Einsatz von Maschinen kann man die Biomasse entweder in den Boden einarbeiten oder an der Oberfläche belassen, wie wir in den folgenden Abschnitten sehen werden.
Gründüngung

Mechanische Zerkleinerung: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Je nach gewählter Sorte (ausgenommen die gefrierenden) kann die Zerkleinerung in der Blütephase oder, wie bei den Leguminosen, kurz davor erfolgen. Es ist wichtig, dass die viel Biomasse entsteht, daher ist die Wahl des optimalen Saat- und Mulchzeitraums entscheidend: Schon ein paar Wochen zu spät oder zu früh können den Unterschied ausmachen.

Nach dem Zerkleinern kann die Deckfrucht auf dem Feld verbleiben oder vor der Aussaat der Folgefrucht in den Boden eingearbeitet werden. Der Landwirt muss sich für eine der beiden Optionen entscheiden, wobei er auch die Arbeitskosten und die zeitliche Planung der Bodenbearbeitung berücksichtigen muss. Die Aussaat der Folgekultur kann in der Regel innerhalb der folgenden 2-3 Wochen erfolgen.

Abmulchen der Deckfrüchte ohne Einarbeitung in den Boden

Sobald das optimale Stadium erreicht ist, erfolgt eine Überfahrt mit dem Mulcher, um das gesamte Pflanzenmaterial abzumulchen und als organischen Rest gleichmäßig auf dem Boden abzulegen. Dadurch ergibt sich ein doppelter agronomischer Vorteil: Da bis zur Aussaat der Nutzpflanze einige Wochen gewartet werden muss, schützt die vorhandene Biomasse den Boden vor Witterungseinflüssen und beginnt sich gleichzeitig zu zersetzen, wodurch die obere Bodenschicht mit Nährstoffen angereichert wird, die dann vom Saatgut aufgenommen werden. Zudem begrenzt das Mulchgut die Ausbreitung von Unkraut und schützt den Boden vor der erosiven Wirkung von Regen.

Bei großen Flächen kann ein Frontmulcher mit einem Seitenmulcher kombiniert werden, um die Arbeitsfläche zu vergrößern und den Zeit- und Kostenaufwand zu verringern.

Für die eventuelle oberflächliche Bodenbearbeitung kann der Landwirt eine Kombination aus Kreiselegge und Sämaschine mit multifunktionalem Fronttank verwenden,um das Saatbett vorzubereiten und gleichzeitig organische Reste einzuarbeiten, zu säen und zu düngen: weniger Arbeitsgänge, mehr wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige Vorteile.

Deckfrüchte

Gründüngung

Die größten Vorteile von Deckfrüchten – wie die Anreicherung des Bodens mit organischen Substanzen durch die Süßgräser und die biozide Wirkung der Kreuzblütler – entstehen, wenn sie im Rahmen der Gründüngung mechanisch in den Boden eingearbeitet werden. Bei dieser Technik werden die Grünpflanzen gemulcht, zerkleinert und sofort in den Boden eingearbeitet, sodass sich die Biomasse zersetzen kann und ein fruchtbarer, an Mikroorganismen und Nährstoffen reicher Boden entsteht.

Eine der bevorzugten Landmaschinen für die Gründüngung ist die Bodenfräse, die die Biomasse zerkleinert, den Boden bearbeitet und eine hervorragende Leistung auf harten Böden garantiert. Alpego bietet ein breites Sortiment an patentierten Bodenfräsen, die dank verschiedenartiger Rotoren für alle Bodenarten geeignet sind und eine hervorragende Saatbettbereitung für die Hauptkultur gewährleisten. Für den Deckfruchtanbau und die Gründüngung gibt es die professionellen Modelle FG und FG-BIO, die von unseren Kunden in der ganzen Welt gewählt werden: Sehen Sie sich das vollständige Interview mit einem Landwirt aus Deutschland an!

Fazit

Deckfrüchte und Gründüngung werden von der Agrarpolitik immer stärker gefördert, wie auch der neue GAP-Strategieplan 2023-2027 zeigt. Sie begünstigen den nachhaltigen Landbau, der sich durch geringe Umweltauswirkungen und die Förderung der Artenvielfalt auszeichnet. Alpego möchte Teil dieses grünen Wandels sein und bietet professionelle und vielseitige Landmaschinen an, um die Landwirte zu unterstützen, immer bewusster und mit maximalem Gewinn zu produzieren.

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